Unfallkasse Baden-Württemberg

Unfallgeschehen der Feuerwehren

Durch einen Brand standen das Obergeschoss und die beiden Dachgeschosse mit Dachstuhl der Scheune eines älteren Hauses in Flammen. Mehrere Rohre kamen zum Einsatz. Während des Einsatzes wurde auch giebelseitig mit einer Steckleiter im 1. Dachgeschoss (entspricht zweitem Obergeschoss) an einem Fenster angeleitert. Ein Feuerwehrmann ist unter Atemschutz aufgestiegen und beim Versuch in das Fenster einzusteigen abgestürzt - Fallhöhe 7m. Der Aufprall verursachte schwere Mehrfachverletzungen, so dass nach notärztlicher Versorgung eine stationäre Aufnahme erfolgte.
Diagnose:
Mehrfachfrakturen und Rückgratverletzung

Anlässlich der Eheschließung des Feuerwehrkameraden A. pflegte die Freiwillige Feuerwehr F., das in der Hochzeitsnacht vor dem Haus der Neuvermählten stattfindende örtliche Brauchtum des "Schawarimachens". Es handelt sich dabei um die Erzeugung von ohrenbetäubendem Lärm unter Zuhilfenahme verschiedenster Gegenstände wie z.B. Sägeblätter, Blechkanister usw., sowie des Absingens von Liedern vor dem Schlafzimmer des jungen Paares. Zur Lärmerzeugung führte der Verunfallte eine Feuerpatsche (Feuerwehrgerät zum Eindämmen - Ausschlagen - von Flächenbränden) mit sich. Beim Zuschlagen bzw. Ausholen löste sich der vordere, bewegliche Teil aus dem Stiel und fiel dem Feuerwehrangehörigen X. auf den Kopf.
Diagnose:
Platzwunde am Kopf

Während eines Feuerlöscheinsatzes platzte ein Feuerwehrschlauch. B. wollte rückwärts aus der Wasserfontäne herauslaufen, stolperte über einen Schlauch und stürzte auf die linke Hand.
Diagnose:
Handgelenksbruch der linken Hand

Bei der Übung sollten Schlauchleitungen verlegt werden. Der feuerwehrangehörige H. hielt die Metallkupplung in seinen Händen. Während des Verlegens entglitt ihm diese Kupplung und schlug ihm ins Gesicht.
Diagnose:
Platzwunde unterhalb des linken Auges

Bei der Feuerwehrübung waren gefüllte Löschschläuche verlegt. Bei der Überquerung der Schläuche ist der Kamerad über einen Schlauch gestolpert und hat sich das linke Knie verdreht.
Diagnose:
Knieverletzung mit Verdacht auf Innenmeniskusbeteiligung am linken Knie

Beim zweiten Durchgang der Belastungsübung in der Atemschutzübungsanlage verletzte sich R. trotz Tragens der vorschriftsmäßigen Kleidung am rechten Daumen. Beim Herabgleiten durch das Bodenloch durchschlug er mit dem Fuß das äußere Trenngitter. Der darüber liegende Schachtdeckel kippte um und traf R. an der rechten Hand.
Diagnose:
Schwere Kapselprellung am rechten Daumengrundgelenk

Während einer Motorsägenübung Ist der Kamerad mit der laufenden Motorsäge in die Schnittschutzhose geraten. Die Schnittschutzhose stoppte zwar die Kettensäge konnte aber nicht verhindern, dass es zu einer Schnittwunde kam.
Diagnose:
Schnittwunde am linken Schienbein

Auf dem Weg zum Einsatzfahrzeug ist der Versicherte im Umkleideraum über eine Sitzbank gestolpert, hat das Gleichgewicht verloren und ist zu Boden gestürzt.
Diagnose:
Platzwunde am Kopf

Der Feuerwehrangehörige H. war als Atemschutzgeräteträger mit einem C-Strahlrohr im Außenangriff über einem Garagendach tätig. Aufgrund der durch Brandrauch schlechten Sichtverhältnisse verlor H. das Gleichgewicht und stürzte aus ca. 2,30 m Höhe ab.
Diagnose:
starke Stauchung des linken Fersenbeines

Besonders tragischer Unfall

Ein abbruchreifes Gebäude sollte als Übungsobjekt für die Feuerwehr dienen. Der Feuerwehrkamerad K. präparierte den Kellerraum dieses Gebäudes mit einem Heuballen und wollte in Verbindung mit Benzin und einer Nebelmaschine für einen realistischen Übungsablauf sorgen. Durch die Benzindämpfe und die vorherrschenden sommerlichen Temperaturen kam es kurz vor der Einnebelung zu einer gewaltigen Verpuffung. K. wurde bei dieser Explosion schwer verletzt und wurde mittels Rettungshubschrauber abtransportiert. Weiterhin wurden zwei Angehörige der Jugendfeuerwehr, die als Brandopfer hätten gerettet werden sollen, mit Verdacht auf Rauchvergiftung vorsorglich stationär aufgenommen.
Diagnosen:
Schwerste Brandverletzungen an Händen, Armen und Beinen (aufgrund der starken
Schmerzen musste K. zunächst ins künstliche Koma versetzt werden, er erlag seinen schweren Verletzungen kurze Zeit später), Rauchvergiftungen bei den beiden Angehörigen der Jugendfeuerwehr

Beachte hierzu auch: Feuerwehrunfall in Lübeck

Die Feuerwehrangehörige S. stand während der Feuerwehrübung auf einem Feuerwehrschlauch. Als sich dieser mit Wasser füllte knickte S. mit dem linken Bein um.
Diagnose:
Bänderdehnung linkes Sprunggelenk

Während der Bekämpfung eines Schwelbrandes auf einem Flachdach war A. kurzzeitig Qualm ausgesetzt. Er klagte über Übelkeit worauf er umgehend in das nächste Krankenhaus gebracht wurde.
Diagnose:
Rauchvergiftung

Die FFW S. wurde zu einem Gebäudebrand gerufen. Zur Brandbekämpfung war ein Atemschutzinnenangriff erforderlich. Bei der Brandbekämpfung im Innern des Gebäudes wurde H. von herabfallenden Dachteilen an Kopf und Schulter getroffen. Er bemerkte noch, dass Einsturzgefahr bestand und rief die seinen Kameraden zu. Der Einsatz wurde abgebrochen. Danach kann sich H. an nichts mehr erinnern.
Diagnosen:
Gehirnerschütterung, HWS-Stauchung und Zerrung, stationärer Aufenthalt

Die Tragkraftspritze sollte nach einer Reparatur getestet werden. Beim Ankurbeln rutschte der Verletzte ab und schlug sich die re. Hand an.
Diagnose:
Prellung rechtes Handgelenk

Während der Feuerwehrübung in einer mobilen Brandübungsanlage für Atemschutzgeräteträger, glitt W. als Strahlrohrführer auf der Treppe aus. Er rutschte ca. 2m in die Tiefe und verletzte sich hierbei den linken Fuß und den rechten Ellbogen.
Diagnosen:
Bänderzerrung des linken Fußes und Prellung des rechten Ellbogens

Bei einer Atemschutzprobe ist der Verletzte auf einen faustgroßen Stein getreten, umgeknickt und gestürzt.
Diagnose:
Bänderriss linkes Sprunggelenk

Bei einer Feuerwehrübung stürzte F. über die Bordsteinkante des Gehweges. Er hielt in beiden Händen einen Feuerwehrschlauch und konnte sich dadurch nicht abstützen.
Diagnose:
Bruch des Mittelhandknochens der linken Hand

Bei einer Übung im Brandcontainer stürzte die Feuerwehrangehörige G. auf einer Treppe und fiel auf die rechte Schulter.
Diagnose:
Bänderdehnung der rechten Schulter

Während einer Ausbildungsveranstaltung für Atemschutzgeräteträger in einer mobilen Brandübungsanlage fiel der Strahlrohrführer nach hinten und verletzte seinen Feuerwehrkameraden B. mit dem Atemschutzgerät am re. Unterschenkel. Dieser wurde wegen der starken Schmerzen sofort ins nächste Krankenhaus gebracht.
Diagnose:
Sprunggelenksbruch rechts

Zu Übungszwecken sollte ein realer Kellerbrand simuliert werden. Hierzu wurden 10 Holzpaletten, 3 Autoreifen und 5 Kanthölzer mit 20 l. Diesel und 10 l. Benzin als Brandlast im Brandraum angezündet. Nach einer ausführlichen Einweisung über die Lage, Fluchtmöglichkeiten und Wasserversorgung wurden zwei Angriffstrupps mit einem Gruppenführer und drei Mannschaftskameraden gebildet. Nachdem bereits beiden Trupps das Herunterkühlen von Brandgasen in dem Brandraum demonstriert wurde, sollten die Trupps den Brand löschen. Da aber bereits nach einer kurzen Zeit die Temperatur stark anstieg, wurde sofortiger Rückzug befohlen. Nach dem Verlassen des Brandes bemerkte der Kamerad S. Brandverletzungen. Er begab sich sofort zum bereitstehenden Rettungstransportwagen.
Diagnosen:
Brandverletzungen im Gesicht, Oberkörper und an den Beinen (Verbrennungen I. -II. Grades, ca. 25 % der Körperoberfläche)

s. Schreiben der Landesfeuerwehrschule Bruchsal zu "holzbefeuerten Übungsanlagen"

Bei einem Wohnungsbrand ging Herr B. als Angriffstruppführer unter Schutzausrüstung zur Menschenrettung und Brandbekämpfung mit einem C-Rohr in die brennende Wohnung vor. Alle Fenster dieser Wohnung waren bereits geborsten. Deshalb entstand aufgrund eines Durchzugs eine Stichflamme, welche ihn im Flur erfasste. Reflexartig richtete Herr B. sein Strahlrohr in diese Richtung, um die Stichflamme abzulöschen. Als er bemerkte, dass die hohe Temperatur nicht nachließ, verließ er die Wohnung. Dort legte er die Schutzausrüstung ab und bemerkte, dass seine Einsatzjacke, der Feuerwehrhelm und das Atemschutzgerät durch Brandeinwirkung stark beschädigt waren. Zu diesem Zeitpunkt bemerkte er jedoch noch nicht, dass er sich Verbrennungen zugezogen hatte. Er legte seine Schutzausrüstung erneut an und nahm die Brandbekämpfung wieder auf. Erst beim Ablegen der Einsatzkleidung wurden die Verbrennungen im Schulterbereich festgestellt.
Diagnosen:
Brandverletzungen im Schulterbereich

Bei der Rückfahrt des Tanklöschfahrzeugs anlässlich eines Truppführerlehrgangs öffnete sich beim Abbiegen ungewollt der Schließmechanismus der Fahrzeugtür. Diese sprang unvermittelt auf und vier Fahrzeuginsassen wurden auf die Straße hinausgeschleudert. Es entstanden hierdurch z.T. schwere Verletzungen.
Diagnosen:
Schwere Prellungen, Zerrungen, Stauchungen, Schürfwunden, offener Bruch

Bei der jährlich stattfindenden Christbaumsammelaktion der Jugendfeuerwehr wurde ein Pritschenwagen eingesetzt. Die Christbäume wurden auf den Pritschenwagen geladen. Auf der Pritsche befanden sich auch drei Kameraden. Das Fahrzeug fuhr mit Schrittgeschwindigkeit um eine Kurve, die zudem eine leichte Seitenneigung aufwies. Dadurch verrutschten die Bäume und rissen die drei Kameraden um, so dass diese von dem Fahrzeug stürzten. Die jungen Männer fielen auf den Gehweg und verletzten sich hierbei an Rücken, Schulter und Oberschenkel.
Diagnosen:
Prellungen, Zerrungen und Stauchungen.

Anmerkung der UKBW:
Bei einem fahrenden Fahrzeug ist der Aufenthalt auf der Pritsche nicht gestattet.

Bei einem Großbrand war Kamerad X. als Atemschutzgeräteträger im Inneren des brennenden Gebäudes mit der Brandlöschung und Nachlöscharbeiten beschäftigt. Auf Grund der starken Rauchentwicklung tastete er sich langsam vorwärts und bemerkte einen Deckendurchbruch. Er rutschte auf dem Brandschutt aus und stürzte ca. 2 m in das darunter liegende Kellergeschoss.
Diagnose:
Bruch des Sprunggelenkes und des Wadenbeines

Im Rahmen einer Feuerwehrübung wurde ein Baum gefällt. Mittels einer Feuerwehrarbeitsleine wurde der Baum mit einem Feuerwehrfahrzeug verbunden, um die Fallrichtung zu beeinflussen. Nach Durchtrennen des Baumstammes hielt der Baum jedoch die geplante Fallrichtung nicht ein und stürzte in eine andere Richtung. Dabei riss die Feuerwehrarbeitsleine peitschenartig und traf mich am Handrücken.
Diagnose:
Schwere Prellung am rechten Handrücken

Entsprechend § 36 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift „Allgemeine Vorschriften“ (GUV-VA1) dürfen gefährliche Arbeiten nur geeigneten Personen, denen die damit verbundenen Gefahren bekannt sind, übertragen werden.

  • Nach § 5 Abs.2 der UVV „Forsten“ (GUV-V C51) hat der Unternehmer dafür zu sorgen, dass mit Fällarbeiten erst begonnen wird, wenn sichergestellt ist, dass sich im Fallbereich nur die mit dem Fällen beschäftigten Personen aufhalten. Der Fallbereich eines Baumes ist grundsätzlich die Kreisfläche mit einem Halbmesser von mindestens der zweifachen Baumlänge um den zu fällenden Baum.
  • Gemäß § 5 Abs. 4 GUV-V C51 ist beim Fällen von Bäumen ein Fällkerb anzulegen oder eine andere fachgerechte Fälltechnik anzuwenden. Vor dem Fällschnitt hat der Sägenführer ein Warnzeichen zu geben.
  • Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass das Umziehen von Bäumen nur mit Seilwinde oder Seilzug erfolgt. Das Seil ist vor Beginn der Fäll- oder Rodearbeit am Baum zu befestigen. Die Seillänge muss so gewählt werden, dass sich die Winde oder der Seilzug außerhalb des Gefahrenbereiches befindet. (vgl. § 5 Abs. 4 GUV-V C51)
  • Bei der Seilarbeit dürfen sich die Versicherten nicht neben der gezogenen Last, zwischen Last und ziehender Winde sowie im Gefahrwinkel zwischen Winde, Umlenkung und Last aufhalten. (vgl. § 8 Abs. 5 GUV-V C51)

Beurteilung

Herr X. war für den Arbeitseinsatz bzw. die Arbeitsaufgabe nicht ausreichend qualifiziert. Er hatte zum Unfallzeitpunkt keinen Motorsägenlehrgang besucht und beherrschte nicht die notwendige Fälltechnik. Das zum Umziehen des Baumes verwendete Seil war nicht ausreichend dimensioniert und somit nicht geeignet. Der Verletzte hielt sich während des Fällvorganges im Gefahrenbereich des Seiles auf.

Bei der Übung mit dem B-Strahlrohr ließ mein Kamerad das Rohr los. Durch den Druck des Rohres wurde ich zurückgedrängt und mein Handgelenk knickte um.
Diagnose:
Verletzung am Handgelenk

Beim Eintreten der Haustüre zersprang die Haustüre und ein Glassplitter drang durch den Schuh in den rechten Fuß.
Diagnose:
Der Verletzte erlitt Schnitt- und Stichwunden am rechten Bein

Anmerkung der UKBW

Den Einsatzkräften sollten andere, gefahrlose Möglichkeiten zur Verfügung stehen um eine Haustüre zu öffnen.

Im Rahmen der Feuerwehr-Grundausbildung auf Kreisebene wurden entsprechend des Lernzielkataloges Sprungrettungsgeräte behandelt. Ausbildungsort war das Feuerwehrhaus. Die Feuerwehranwärterin zog sich eine Verletzung am Rücken zu, als sie in das Sprungtuch sprang. Frau H. wurde hiernach von den Ausbildern versorgt und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut. Derzeit wird Frau H. stationär behandelt.
Diagnose:
Verletzung am Rücken
Beachte UVV "Feuerwehren", § 21: Sprungrettung

Bei Übungen sind die Sprungrettungsgeräte so zu handhaben und die Fallkörper und -höhen so zu wählen, dass die Haltemannschaft nicht gefährdet wird. Zu Übungszwecken darf nicht gesprungen werden.

Zu § 21:
Verletzungsgefahren werden vermieden, wenn das Sprungtuch von mindestens 16 Personen gehalten wird und das Gewicht des Fallkörpers auf 50 kg und die Fallhöhe auf 6 m begrenzt werden. Zu Übungen zählen auch Vorführungen.

Beim Anzünden eines Übungsobjektes gab es eine Verpuffung.
Diagnose:
Verbrennungen an Gesicht und beiden Händen, da der Verletzte keine Handschuhe trug

Bei einem Brandeinsatz war auch die Drehleiter im Einsatz. Der Verletzte war alleine ohne Pressluftatmer im Korb der DLK zur Bedienung des Monitors tätig. Die Lage entwickelte sich so, dass dieser plötzlich in dichtem Rauch stand. Der Maschinist sprach ihn daraufhin mehrfach über die Wechselsprechanlage an, ohne Antwort zu erhalten. Daher entschloss er sich, die Leiter zurückzunehmen. Beim Einfahren des Leitersatzes vernahm er Schreie. Er hat dann die Leiter wieder etwas ausgefahren, worauf wieder Schreie zu hören waren. Kamerad N. hat daraufhin die DLK bestiegen und festgestellt, dass der Verletzte wegen des Rauches in Panik den Korb verlassen hatte, um über den Leiterpark abzusteigen. Hierbei wurde er beim Einfahren des Leiterparkes mit dem Bein zwischen den Sprossen eingeklemmt. N. befreite den Verletzten und veranlasste die Alarmierung des Notarztes.
Diagnose:
Schwerste Fußverletzung mit Zehenamputation. Langwierige stationäre Behandlung u. a. in der BG-Klinik Tübingen

Die Feuerwehr wurde zu einem Einsatz im Yachthafen gerufen. Ursache war, dass durch einen undichten Tank auf einem Motorboot Benzin ins Boot ausgelaufen war. Das Benzin-Wassergemisch hatte sich im Motorraum gesammelt und konnte von dort aus abgesaugt werden. das Sauggerät wurde auf dem Bootssteg in Stellung gebracht und Von den Kameraden A. und B. gesichert. Nachdem schon 40 Liter von dem Gemisch abgesaugt und in Kanister abgefüllt waren, wurde der Sauger nochmals in Stellung gebracht um den Rest abzusaugen, als dieser durch gebildete Gase explodierte. Die Sicherheitshandschuhe hatten die beiden Kameraden abgelegt, da sie beim umfüllen des Mediums durchnässt wurden und nicht mehr getragen werden konnten.
Diagnose:
Verbrennungen an den Händen

Achtung: Bei dem Sauger handelte es sich um einen Wassersauger. Der ist für Einsätze mit Gefahrgut nicht geeignet (kein Explosionsschutz!)

Fazit: Für den Gefahrguteinsatz geeignete Pumpen verwenden


Beim Übungsbetrieb mit der TS 8 verlor der Verletzte infolge Druckänderung und rutschigem Untergrund den Halt und stürzte. Hierbei schlug ihm das Strahlrohr an den Kopf und der Wasserdruck gelangte in sein Ohr.
Diagnose:
Trommelfellriss linkes Ohr und Prellungen

Beim Verlegen einer Schlauchleitung über eine Böschung verdrehte sich der Verletzte das linke Bein.
Diagnose:
Distorsion linkes Kniegelenk

Infolge Hochwassers mussten mehrere Keller leergepumpt werden. Bei den sich anschließenden Aufräumarbeiten stolperte der Verletzte und fiel auf seine rechte Hand.
Diagnose:
Bruch rechtes Handgelenk

Beim Hochwassereinsatz musste ein Schlauch verlegt werden. Der Verletzte lief rückwärts, übersah einen Randstein und fiel hin.
Diagnose:
Verstauchung rechtes Sprunggelenk

Beim Auspumpen von Hochwasser ist der Verletzte in einen Schacht gefallen und hat sich die li. Thoraxhälfte verletzt.
Diagnose:
Thoraxprellung links

Herr B. war als Angriffstruppmann auf der Drehleiter des Löschzugs eingeteilt. Zusammen mit dem Angrifftstruppführer öffnete er aus dem Rettungskorb der DLK ein Fenster zum Brandraum im 1. OG und führte erste Lösch- und Kühlmaßnahmen vom Korb aus. Unmittelbar nach dem Einsteigen durch das Fenster kam es plötzlich zu einer Durchzündung der Rauchgase und Herr B. erlitt dadurch im Bereich der Beine Brandverletzungen. Er trug zur Nomex-Rundbundhose zusätzlich eine Überhose.
Diagnose:
Verbrennung 1. und 2. Grades beider Beine, Unter- und Oberschenkel

Auf dem Weg zur Einsatzzentrale stieß der Feuerwehrangehörige A. mit dem Feuerwehrangehörigen O. so schwer zusammen, dass A. gegen einen Türrahmen flog und zu Boden stürzte.
Diagnose:
Am nächsten Tag stellte der Arzt bei A. folgende Verletzungen fest: Gebrochene Rippe, innerer Bluterguss und Wasser in der Lunge

Beim Vorbereiten einer Übung der Feuerwehr, musste an einem Schrott-PKW eine herausgetrennte Glasscheibe zur Seite getragen werden. Dabei zerbrach diese und es löste sich ein Splitter.
Diagnose:
Glassplitter im linken Auge

Bei Löscharbeiten durch einstürzende Decke im Möbelhaus den Eingang nicht rechtzeitig gefunden und dadurch Rauchverletzung zugezogen.
Diagnose:
Rauchgasinhalation, stationäre Aufnahme

Patient ist bei Löscharbeiten mit der Gasmaske in eine Verpuffung geraten.
Diagnose:
Verbrennung der Oberschenkelhinterseite an beiden Beinen, stationäre Aufnahme